Und jetzt die Uni für alle

Früher als gedacht, packt die SPD die Uni für alle an. Wie am 16.02.15 in den Medien zu lesen war, echauffiert sich unsere Wissenschaftsministerin Svenja Schulze darüber, dass es an den Universitäten zu viele Studienabbrecher gebe. Der Grund laut der Unis: Defizite der Abiturienten in Mathematik und Texterfassung (!). Das müsse sich zwingend ändern, mahnt die Wissenschaftsministerin an. Und zwar nicht etwa durch eine Verbesserung der gymnasialen Bildung, sondern dadurch, dass die Unis selbst schauen, was sie für diejenigen Studienanfänger tun können, die zwar studierwillig sind, jedoch keine Mathematik können und auch keine Texte verstehen.
Dass die Unis „auf das perfekte Schulsystem warten“, ärgert die Ministerin in diesem Zusammenhang am meisten. Logisch, das kann NRW nämlich noch nicht mal im Ansatz bieten. Verlässliche Zahlen über die Studienabbrecher hat die Ministerin keine. Aus Befragungen weiß sie aber, dass es die meisten Abbrecher in den Ingenieurwissenschaften, Mathematik und Naturwissenschaften gibt.
Ja, und damit muss jetzt schnellstens Schluss sein. Reagieren die Unis nicht bald nach dem Willen der Ministerin, dann wird sie wohl zu dem probaten Mittel der Aushöhlung des Systems von Innen greifen: so wie in NRW allein die Eltern darüber entscheiden dürfen, ob ein Kind gymnasialfähig ist, werden in Zukunft Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihrem Schulabschluss (also zum Beispiel auch ganz ohne Abschluss) allein darüber entscheiden, ob sie studieren dürfen oder nicht. Die Unis werden dann gezwungen, individuelle Förderprogramme einzuführen (Rechnen und Lesen), usw. usf., siehe Artikel unten .

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