Vom schwarzen Loch zum grünen Saftladen?

Nach den neuesten Abi-Pannen in Mathematik formuliert sich die obige Überschrift fast von selbst. Sozusagen als Ergebnis einer Steilvorlage. Hatte nämlich das Schulministerium unter Barbara Sommer gleich einem schwarzen Loch vieles in sich reingesaugt, was bis dahin zuverlässig funktioniert hatte, und dafür dann Erlasse in die Schulgalaxie geschleudert, die katastrophal schlecht waren (man erinnere sich nur an das mündliche Abitur, das über eine Woche dauerte, weil dafür kein Montag mehr unterrichtsfrei gemacht werden durfte), so scheint jetzt unter der Sylvia Löhrmann eine lustige Truppe von Grünlingen einen Laden aufgemacht zu haben, der mal funktioniert und mal eben nicht.
Doch gemach!
Sowohl eine Barbara Sommer, die erst als Schulministerin richtig sprechen lernen durfte, wie auch eine Sylvia Löhrmann, die das schon vorher halbwegs konnte, müssen sich auf die Experten im Hause verlassen dürfen.
Diese aber haben versagt. Gleich mehrfach hintereinander.
Wie so etwas möglich ist?
Es ist ganz einfach möglich, man muss sich nur einmal anschauen, wie man Experte im Schulministerium wird. Der gängigste Weg dürfte der sein, dass der künftige Experte im Studium ein Lehramt anstrebt. Hat er dann dieses übernommen, stellt er meistens recht schnell fest, dass er dafür ungeeignet ist. Er kann die Schüler nicht motivieren, diese wiederum lassen ihn nicht zu Wort kommen. Kurzum – er hat seinen Beruf ziemlich gründlich verfehlt. Aus dieser Falle gibt es nun zwei Auswege. Der eine heißt, den Job so lange machen, bis man im Burnout-Effekt verbrennt. Der andere heißt – Karriere im Schulsystem machen. Über zum Beispiel die Aufgaben eines Fachleiters geht es dann immer weiter die Karrieresprossen hinauf, immer näher an die Ministerin (oder den Minister) heran, bis man sich so weit von der Schule entfernt hat, dass man sie nicht mehr sieht. Nun hat man das Beste aus seiner Unfähigkeit gemacht und ist Experte geworden. Und könnte sich nun ein schönes Leben machen, wenn, ja, wenn es nicht immer wieder dieses blöde Mathe-Abi gäbe, wo dann die eigenen Rechenkünste kläglich versagen (und die des nächsten Experten natürlich auch).
Für die Schulen sind diese Experten übrigens ein Segen. Man stelle sich vor, sie wären Lehrer geblieben.
Übrigens gibt es ein afrikanisches Sprichwort das besagt: Je höher der Affe auf den Baum klettert, desto besser sieht man seinen nackten Hintern! Na, wenn das mal keine gute Expertise ist!

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