Skandal im bayerischen Schulministerium

Wie die Süddeutsche Online heute berichtet, kracht es mal wieder im bayerischen Schulsystem. Nachdem unlängst G8-Schüler gegen den eigenen Schulstress und gleichzeitig die Schonung der „alten“ G9-Schüler protestiert haben (wir werden getrieben, die werden gepampert!), kommt nun heraus, dass der bayerische Kultusminister Spaenle den Schulleitern Anweisungen erteilt hat, die G8-Schüler besser zu bewerten. Erlassmäßig hingetrickst hat er das mit einer Aufwertung der mündlichen Noten. Während bei den G9-Schülern die mündliche Note nur einfach, die schriftliche dagegen doppelt fürs Abi zählt, zählt bei den G8-Schülern die schriftliche Note ab sofort nur einfach. Darüber regt sich nun der Vorsitzende des Deutschen Lehrerverbandes Josef Kraus auf und auch Klaus Wenzel, der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), ist mir Kritik und Vorwürfen dabei.
Wir in NRW haben das besser hingekriegt. Um auch hier den Erfolg des G8-Murkses politisch feiern zu können, hat die Schulministerin beschlossen, dass ein Schüler (und natürlich auch eine Schülerin) dann das Abitur zwingend zu bestehen hat, wenn sie in die Sekundarstufe I aufgenommen wurde. Die ersten G8-Schüler, die bereits jetzt am Ende der Sekundarstufe I angekommen sind (Klasse 9), werden daher das Abitur 2013 nicht einfach nur bestehen, sondern mit einer bisher noch nie dagewesenen Bravour meistern!

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