Qualität der Mittagessen an Ganztagsschulen


Die verbraucherkritische Sendung „Markt“ des WDR-Fernsehens hat in der Sendung vom 25.01.10 das Mittagessen an den von der CDU mit aller Macht angestoßenen Ganztagsschulen unter die Lupe genommen. Wie in diesem Blog aufgrund von Beobachtungen bereits festgestellt wurde, sind die fragwürdigen Gewinner der CDU-Schulaktion die Pizza- und Pommesbuden in Nähe der Schulen (bezogen auf ihre Umsätze!). Die von den Schulen organisierten Essen dagegen haben das Qualitätsurteil „ungenügend“ bekommen. Die Ernährungswissenschaftlerin Professor Christel Rademacher von der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach, die sich seit Jahren mit der Frage beschäftigt, wie Schulen die Qualität der Schulessen garantieren können, stellte fest, dass die untersuchten Schulessen auf dem Niveau von Gasthausmahlzeiten rangieren, es fehlt vor allem an Gemüse und an Frische. Die Note Ungenügend gab es gleichfalls für die Preisgestaltung und noch einmal dafür, wie die Essen von der öffentlichen Hand ausgeschrieben werden (nämlich gar nicht!). Unsere Schulministerin, Barbara Sommer, scheint der Winterstarre verfallen zu sein: Die Bitte der Sendung „Markt“, die Ergebnisse zu kommentieren, begegnete das Schulministerium mit dem Kommentar: „Kein Kommentar!“
Den vollständigen Bericht (ca. 8 Minuten) kann man sich hier anschauen!
Und demnächst auf diesem Blog: „Alle kommen mit!“ – was wirklich hinter der Aktion gegen das Sitzenbleiben steckt.

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