Barbara Sommer und die Schülerproteste gegen die Stressschule

Das sagte Barbara Sommer im Telefoninterview WDR 5, 19.11.09 zu den Schülerprotesten: „Wir appellieren in diesem Zusammenhang auch an die Schulen: Denkt daran, liebe Kolleginnen und Kollegen aus der Schule, denkt daran, dass wir unsere Lehrpläne wirklich verschlankt haben, wir reden hier über Kompetenzen und Kompetenzen sind wichtig hier zu lernen, wie das Lernen geht und es geht sowieso nicht, dass wir alles Wissen, das in der Welt ist, nun in die Schule packen.“ Wir wollen mal den Mantel des Schweigens über die intellektuelle Kraft des Satzes legen, besonders über seinen fulminanten Schlussteil, der ja in den Schulen gewiss als Erkenntnis aller Erkenntnisse einschlagen wird. Zu Recht verweist die GEW in ihrer Antwort darauf, dass die Lehrpläne vom Schulministerium eben nicht „verschlankt“ worden sind und letztendlich von den Schülern, die dazu noch jünger geworden sind, am Ende der Zwölf die gleichen Kompetenzen verlangt werden wie sonst am Ende der Dreizehn. Darauf in der Sendung angesprochen, ob Barbara Sommer den Schulen die Verantwortung zuschiebe und sich selbst damit aus der politischen Verantwortung stehle, antwortet sie: „Ja gut, äh, dann sage ich eben auch, die Schulen sollten das auch ein bisschen beherzigen und das Tolle daran ist, sie tuns ja auch.“ Mehr Bla geht wirklich ein bisschen auch nicht mehr.
Hier kann man sich das ganze Interview anhören!

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