Neue Schulministerin in NRW


  Wer sich nach einer sommer-freien Zeit in unseren Schulen gesehnt hat, könnte bald entspannt aufatmen: Barbara Sommer wird wohl nicht mehr lange Schulministerin bleiben. Dementsprechend heftig schießen die Spekulationen ins Kraut, wer die Nachfolgerin wird. Fest steht – es wird auf jeden Fall eine Frau, da Ministerpräsident Rüttgers der Meinung ist, Erziehung und Schule seien Frauensache (Rüttgers auf einem Video: „Im Unterschied zu den Frauen kommen die Männer, wann sie wollen, und wissen nicht, was sie tun!“) 
Aus Insider-Kreisen verlautet, dass es momentan zwei Favoritinnen gibt. Die eine ist Dr. Sophia Weise. Sie studierte Deutsch, Mathematik, Philosophie und Sozialwissenschaften an den Universitäten München, Heidelberg und Aachen und unterrichtete zunächst an einer Gesamtschule in Aachen, dann an dem renommierten Albert-Einstein-Gymnasium in Düsseldorf und schließlich am Berufskolleg in Recklinghausen. Darüber hinaus war sie als Fachleiterin in der Referendarausbildung tätig, anschließend übernahm sie den Lehrstuhl für angewandte Didaktik an der Universität Dortmund.
In einem Interview der Zeitschrift „Schule und Lernen“ (30.04.2009, S. 15ff) sagte sie: „Die Aufgabe des Lehrers besteht hautpsächlich im Unterrichten, im Fokus seiner gesamten pädagogischen Tätigkeit steht der Schüler und sein Wohlergehen. Das Verfassen monströser Schulprogramme oder tabellarischer Curricula, die alle Schüler über den gleichen Kamm scheren und den Lehrer jeglicher Flexibilität berauben, sind entschieden kontraprodkutiv. Es kann auch nicht Aufgabe der Schule sein, Fehler, die in der Politik und Verwaltungen begangen wurden, auszubügeln.“
Die andere Favoritin ist Sylvia Hupfeld. Über sie ist lediglich bekannt, dass sie Mitglied der CDU und Landrätin in Soest ist, sie war auch gegen die Einführung der Ganztagsschule in Erwitte. Ein Kenner der Soester Szene charakterisiert sie mit den Worten: „Sie gehört eindeutig zur Goldie-Hawn-Stöckelschuh-Blondes-Haar-mit-Innenrolle Fraktion.“
Wir dürfen gespannt sein, wie das Rennen ausgehen wird.

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