Glückspiel!

lottoschein.jpg Wer bis dato den Verdacht hatte, Schulpolitik werde nach den Gesetzen des Glücksspiels gemacht, darf sich zufrieden zurücklehnen – es stimmt!
Das Gesetz funktioniert folgendermaßen:
1. Schritt: Man erzähle den Schulen, sie seien selbständig und sollten sich zwingend profilieren, das erhöhe die Qualität
2. Schritt: Man verordne den Schulen den Wettbewerb, immer nach dem Darwinschen Prinzip: Der Bessere wird überleben!
3. Schritt: Nachdem auf die guten Schulen der Run seitens der Eltern begonnen hat, weil sie z.B. geniale Mathematiker, weltberühmte Violinvirtuosen oder sogar moralisch integre Banker und Manager hervorbringen und es mehr Anmeldungen als Plätze gibt, verordne man diesen Schulen ein Losverfahren. Man beginne mit 30 Prozent der Plätze, die an jeden verlost werden, der sein Kind an der Schule unterbringen will.
Und die Folgen? Kann man sich so ausmalen: Nachdem ein paar Jahre lang 30 Prozent der Schüler per Losverfahren (also ohne Rücksicht auf ihre Begabung) in den Schulen etabliert worden sind, sinkt zwangsweise die Qualität und der gute Ruf geht zum Teufel.
Damit nun niemand die Absurdität des Ganzen bemerkt, argumentiere man am besten damit, das Losverfahren verspreche eine „eine bessere soziale Durchmischung an Gymnasien“ (so in Berlin gerade die Tage passiert, s.Spiegel,
22.06.2009

Wir aber fragen: Warum setzt die Politik nicht darauf, die Qualität aller Schulen gleichermaßen zu erhöhen?
Die Antwort können wir uns selbst geben: Weil es dazu jede Menge guter Ideen und eine noch größere Menge Geldes bedürfte. An guten Ideen mangelt es in der Politik schon seit Langem. Das Geld hat man gerade massenhaft an andere verschenkt.

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