- G8 Schulzeitverkürzung (4)
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- Lehrpläne (1)
- OECD Bildungsberichte (1)
- Ohne Kategorie (6)
- Recht (6)
- Schule im Ausland (1)
- Sommerzeit (4)
- SPD-Schulkonzept (1)
- Verschiedenes (12)
- 6.9.2010: Gut zu wissen!
- 12.7.2010: Zum guten Schluss: Du sollst nicht stehlen!
- 5.7.2010: Rot-Grüne Schulpolitik
- 11.6.2010: Bei europaweiter Beliebtheitsumfrage Lehrer auf Platz 2
- 31.5.2010: Der große Augenreib!
- 19.5.2010: Eine Bezirksregierung ist nicht dazu da, Spaß zu verstehen
- 26.4.2010: Was darf man, was darf man nicht?
- 14.4.2010: Die Gemeinschaftsschule der SPD
- 17.3.2010: Das größte Foto der Welt: Paris
- 7.3.2010: Für Fantasy-Liebhaber: Die Reise in das märchenhafte Land der Vertiefungskurse
Gut zu wissen!
6.9.2010 von NRW-Schulblog.
Gut zu wissen: Die Eltern eines Gymnasiasten klagten gegen die Note Mangelhaft im Fach Französisch. Begründung: der rechnerische Schnitt betrage 4,41, das sei weit von der Note Mangelhaft entfernt.
Das Braunschweiger Verwaltungsgericht stellte nun unmissverständlich klar: die pädagogische Herangehensweise an die Benotung hat absoluten Vorrang. Die Lehrerin hatte nämlich nachgewiesen, dass der Schüler zum Ende des Schuljahres immer schlechter geworden sei (6en in den Tests) und nicht in der Lage sei, grammatische Zusammenhänge zu begreifen und vollständige Sätze schriftlich oder mündlich zu bilden. Damit hat sie für das Gericht nachvollziehbar begründet, warum sie vom rechnerischen Durchschnitt abgewichen ist.
Und was sollte man daraus lernen? Nun - es lohnt sich, öfter mal eine Notiz darüber zu machen, auf welchem Niveau ein problematischer Schüler seine Leistungen in der Sonstigen Mitarbeit erbringt.
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Zum guten Schluss: Du sollst nicht stehlen!
12.7.2010 von NRW-Schulblog.
Der Fall: Kollege Müller erklärt sich bereit, einen erkrankten Kollegen für längere Zeit zu vertreten. Es soll ja schließlich für die betroffenen Schüler möglichst wenig Unterricht ausfallen. Damit die Stundenpläne nicht zu sehr durcheinandergebracht werden, erteilt der Kollege Müller den Unterricht am Nachmittag. Nachdem der erkrankte Kollege wieder zurück ist, schreitet Kollege Müller zur Abrechung der Überstunden, denn als solche wurden sie ihm angetragen.
Zu seiner großen Verblüffung erfährt Kollege Müller aber, dass ihm nur die Hälfte der Stunden anerkannt wird, denn während er Überstunden gemacht hat, haben sich in sein Stundendeputat leider auch die sogenannten “mehrarbeitsschädlichen Stunden” eingeschlichen. Diese Stunden sind beim Kollegen Müller z.B. dadurch entstanden, dass in einer 10 Klasse eine Zentrale Abschlussprüfung stattfand. Kollege Müller war zwar da, wollte auch unterrichten, durfte aber nicht. Eine weitere “mehrarbeitsschädliche Stunde” entstand dadurch, dass Schüler beraten wurden. Auch hier wollte Kollege Müller seinen Unterricht machen, er durfte es aber nicht. All diese Stunden müssen laut einer Vorschrift des Schulministeriums von den Überstunden abgezogen werden. Kurzum: ganz im Sinne des Wortes “schädlich” bereichert sich das Land parasitär am Einsatz von Kolleginnen und Kollegen.
Und nun ein anderer Fall: Eine Schulministerin ist abgewählt und darf endlich gehen. Sie hat im Verlauf ihrer fünfjährigen Dienstzeit Pannen und dank ihres Talents zum Flachdenken Peinlichkeiten ohne Ende produziert. Versuche, ihr für 200 000 Euro richtiges Sprechen beizubringen, sind kläglich gescheitert. Zum Abschied räsonierte sich nochmal in der WAZ über ihre Vorliebe für schnelle Autos und Miniröcke. Diese Ministerin, sie ist 61, hat aufgrund ihrer fünfjährigen Dienstzeit Anspruch auf 4064 Euro Pension lebenslang erworben und kassiert sie ab dem nächsten Monat auch ein.
Nun ist der hier dargestellte Sachverhalt nicht neu, er existiert vielmehr seit Anbeginn der menschlichen Sozietät. Der Beweis ist leicht erbracht: Nur diejenigen konnten sich das Gebot “Du sollst nicht stehlen!” ausgedacht haben, die schon etwas hatten und sich darum sorgten, dass es ihnen abhanden kommt. Dass sie ihre Besitztümer nicht rechtmäßig erworben hatten, ergibt sich gleichfalls aus dem Gebot. Hätten sie es nämlich getan, dann hätte das 4. Gebot lauten müssen: “Du sollst teilen!”
Schöne Ferien!
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Rot-Grüne Schulpolitik
5.7.2010 von NRW-Schulblog.
Wie die FAZ herausgefunden haben will, haben sich die SPD und die Grünen in ihrem Koalitionsvertrag darauf geeinigt, das Schulsystem grundlegend umzubauen. So sollen bis 2015 mindestens 30 Prozent der allgemeinbildenden Schulen in der Sek I zu Gemeinschaftsschulen zusammengeführt werden. Die neue Schulministerin Löhrmann ist sich sicher, dass längeres gemeinsames Lernen das Bildungssystem leistungsstärker und gerechter macht. Dass man in Berlin damit ganz andere Erfahrungen gemacht hat, stört nicht weiter. Dass wissenschaftliche Untersuchungen die These als äußerst fragwürdig erscheinen lassen, auch nicht. Wichtig ist, dass sie gut klingt.
Rot-Grün will das neue seligmachende System aber nicht mit Brachialgewalt einführen, sondern mit allen beteiligten “Akteurinnen und Akteuren” einen Konsens erzielen. Politikersprache verrät sich eigentlich immer selbst: ein Akteur tut nicht wirklich was, er spielt nur, was der Dramen-Text ihm vorgibt. Ein wenig präziser wird die Sprache da, wo es darum geht, dass nichts mit Druck geschehen soll, sondern gemeinsam mit den Städten und Gemeinden. Von Eltern, Schülern und Lehrern ist nirgendwo die Rede. Muss ja auch nicht sein, es geht ja schließlich nur um Schule.
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Bei europaweiter Beliebtheitsumfrage Lehrer auf Platz 2
11.6.2010 von NRW-Schulblog.
Die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat eine internationale Studie zum Vertrauen der Bürger in verschiedene Berufsgruppen und Organisationen in Auftrag gegeben. Befragt wurden ca. 18.000 Menschen in 19 Ländern. In Deutschland landeten mit 97% die Feuerwehrleute auf Platz 1 der vertrauendswürdigsten Berufsgruppe. In den anderen Ländern sieht es ähnlich aus. Auf Platz 2 finden sich in Deutschland mit 87% die Ärzte, auf Platz 3 die Polizisten mit 86%. Dass diese Berufsgruppen so hoch in der öffentlichen Meinung angesiedelt sind, verwundert wegen ihrer lebensrettenden, bzw. -schützenden Funktion nicht. Für die ziemlich mies bezahlten Feuerwehrleute mag das sogar eine schwache Kompensation sein. Europaweit rangieren gleichauf mit diesen Berufsgruppen auch die Lehrer (Platz 2 zusammen mit den Ärzten). In Deutschland vertrauen 85% der Befragten Lehrern, was den 4. Platz ausmacht. Verglichen mit 2009 haben wir sogar einen Prozentpunkt zugelegt. In Deutschland und auch in Europa verloren hat nach all den Skandalen der Klerus (56%, Platz 15) und auch die Banker. Auf dem vorletzten Platz landen Manager (17%), auf dem letzten Platz wie in den Jahren zuvor mit 14% Politiker. Was ziemlich verwundert, ist, dass auf den hinteren Plätzen auch die Journalisten rangieren (42% und damit 1 Prozent weniger als im letzten Jahr).
Hier kann man Genaueres nachlesen:
Gfk
Spiegel Online
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Der große Augenreib!
31.5.2010 von NRW-Schulblog.
Man muss schon die Grammatik verbiegen, um das Staunen auszudrücken, das einen heute bei der Lektüre der Tageszeitung heimsuchen konnte. Da erklärt doch Ute Schäfer, vom 2002 bis 2005 Schulministerin in NRW: “Die Kompetenz für Bildung liegt eindeutig bei uns, wir sind gewählt worden, um diesen Politikwechsel zu gestalten.” (WAZ, 31.05.2010, S.1) Erst einmal sollte man hier festhalten, dass der konstatierte Auftrag zum Wechsel mit dem schlechtesten Wahlergebnis der SPD in NRW einhergegangen ist (Wahl 2005: 37.1 %,2010: 34,5%). Die Massen von Eltern, die eine Änderung des Schulsystems herbeisehnten - das schwingt in dem Satz mit -, hat es also gar nicht gegeben. Im Gegenteil - schaut man sich die schlechte Wahlbeteiligung an, dann sind die Massen ganz offensichtlich zu Hause geblieben.
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Eine Bezirksregierung ist nicht dazu da, Spaß zu verstehen
19.5.2010 von NRW-Schulblog.
Schulleiter und Stellvertreter der Gemeinschaftshauptschule Kirschhecke (Mönchengladbach-Odenkirchen) haben Anfang Dezember 2009 in der Rheinischen Post eine Anzeige geschaltet, in der sie eine ”Schulminister(in) zur Unterstützung unseres motivierten, einsatzfreudigen, aber auch extrem geforderten Teams” suchten. Diese(r) Schulminister(in) sollte die Fähigkeiten mitbringen, “Schwachstellen im Bildungssystem zu erkennen”, ferner sollte er (sie) “motivierende Führungseigenschaften” haben und fähig sein “junge Mitarbeiterinnen zu gewinnen und sie auch mittels Leistungsanreizen zu coachen”.
Die Anzeige - auch für einen durchschnittlich begabten Zeitungsleser locker als Satire zu erkennen - entstand aus der Personalnot der Schule, der 2,5 Stellen fehlten, Ende des Schuljahres voraussichtlich sogar vier. Zustande gekommen war diese Unterbesetzung aufgrund eines Fehlers, der bei der Bezirksregierung Düsseldorf gemacht wurde. Laut einem WDR-Bericht vom 18.01.2010 hatte Barbara Sommer versprochen, sich für die Schule einzusetzen. Getan hat sie es aber nicht.
Sofort gekümmert hat sich jedoch die Bezirksregierung Düsseldorf, die den beiden Kollegen vorwarf, sie hätten die “Pflicht zur Mäßigung und Zurückhaltung politischer Betätigung” missachtet. Gestern wurde bekannt, dass die Stellungnahme der Kollegen zu diesem Vorwurf von der Bezirksregierung nicht akzeptiert worden ist. Stattdessen brummte man ihnen für ein halbes Jahr eine zehnprozentige Kürzung der Bezüge auf. Logisch, dass die Kollegen, die inzwischen für das Inserat Berühmtheit erlangten und sogar einen Karnevalsorden bekommen haben, dagegen juristisch vorgehen wollen.
Eventuelle Nachahmer müssen hier scharf gewarnt werden. Denn erstens ist eine Bezirksregierung eine Regierung und dank der ihr zustehenden Macht komplett spaßfrei. Die Kollegen können froh sein, dass sie nicht wie der Dichter Schubart für seine vorsichtig ironische Kritik an Herzog Carl Eugen von Württemberg 1777 für zehn Jahre im Kerker landeten. Zweitens aber könnte es passieren, dass Barbara Sommer sich demnächst tatsächlich auf eine so ausgeschriebene Stelle bewirbt. Da sie den Sprung von einer Schulamtsdirektorin zur Schulministerin locker geschafft hat, ist ihr ein Sprung zur Gemeinschaftshauptschule Kirschhecke auf jeden Fall zuzutrauen.
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Was darf man, was darf man nicht?
26.4.2010 von NRW-Schulblog.
In Bayern packt einen Lehrerin einen Zehnjährigen am Arm, um ihn aus dem Straßenverkehr in ein Bushäuschen zu ziehen. Vorher hat ihr der Zehnjährige noch in die Wade getreten. Zu Hause stellen die Eltern fest, dass der Junge einen roten Flecken am Arm hat und ziehen vor den Kadi. Das Verwaltungsgericht Augsburg weist die Klage zurück. Die Lehrerin habe richtig gehandelt. Durch ihre Aufsichtspflicht sei sie berechtigt und verpflichtet gewesen, so zu handeln.
Wie der Bayerische Landes- und Lehrerverband festgestellt hat, hat sich die Zahl solcher Klagen allein in Bayern in den letzten drei Jahren verzehnfacht. Geklagt wird inzwischen gegen alles, z.B. gegen die Notengebung, Punkteverteilung, Nichtankündigung von Tests, Erziehungsmaßnahmen, Ordnungsmaßnahmen und eben Aufsichtspflichtverletzungen.
Gerade was den letzten Punkt betrifft, ist es interessant, sich einmal anzuschauen, was Rechtsexperten zu dem Thema “Was darf ein Lehrer, was darf er nicht?” meinen.
Fall 1: Lehrer kassiert in Handy ein, mit dem der Schüler im Unterricht hantiert (Spiele macht, Filme schaut).
Rechtliche Beurteilung: Der Lehrer darf das Handy einkassieren, da er für die Durchsetzung der Hausordnung zuständig ist. Aber: Am Ende des Unterrichts muss das Handy zurückgegeben werden!
Fall 2: Lehrer schaut sich während einer Stillarbeitsphase die SMS des Schülers an.
Rechtliche Beurteilung: Das ist absolut verboten!
Fall 3: Ein Schüler braucht Nachhilfe. Darf der Lehrer ein Nachhilfeinstitut empfehlen?
Rechtliche Beurteilung: Nein, darf er nicht. Es sei denn, er nennt viele verschiedene Institute zur Auswahl.
Fall 4: Schüler müllen in der Pause den Klassenraum zu. Da der Lehrer nicht rauskriegt, wer genau an der Aktion beteiligt war, verdonnert er alle Schüler zum Reinigen.
Rechtliche Beurteilung: Ja, er darf es tun. Begründung: Kinder müssen mit den ihnen überlassenen Dingen lernen, pfleglich umzugehen. Der Lehrer darf die Schüler dazu auch nachsitzen lassen, allerdings in Absprache mit Eltern und nur über eine angemessene Zeit.
Wer den ganzen Artikel lesen möchte, kann dies hier im Focus tun.
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Die Gemeinschaftsschule der SPD
14.4.2010 von NRW-Schulblog.
Was die derzeitige schwarz-gelbe Regierung in NRW schulpolitisch nach dem Wahlsieg im Mai machen will, muss jemandem, der die letzten 5 Jahre mit Schule zu tun hatte, nicht groß erzählt werden: Ausbau des Ganztags, individuelle Förderung der Schüler und vor allem Beseitigung all der Fehler, die man sich in dem eiligst zusammengeschusterten G8-Abi geleistet hat.
Interessanter wird es eher, wenn man sich einmal anschaut, welche Vorstellung von Schule die SPD entwickelt hat, nachdem sie Zeit hatte, ungestört vom Tagesgeschäft 5 Jahre darüber nachzudenken.
Besucht man einmal die entsprechenden Wahlprogrammseiten im Netz, Den Rest des Eintrags lesen »
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Das größte Foto der Welt: Paris
17.3.2010 von NRW-Schulblog.
Lust, Paris im WEB mal ganz anders zu betrachten? Hier kann man es tun, beim größten Foto der Welt!
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Für Fantasy-Liebhaber: Die Reise in das märchenhafte Land der Vertiefungskurse
7.3.2010 von NRW-Schulblog.
Überbordende Lehrpläne nah am Chaos, auf die Schnelle zusammengeschusterte Lehrwerke voller Fehler, mit fetten Pizzas vollgestopfte, schläfrig im Nachmittagsunterricht abhängende Schüler, entnervte Lehrer, von einer ratlos stammelnden Schulministerin ermahnt, den Kindern weniger beizubringen, verunsicherte Eltern, die ihren vom Schulstress gebeutelten Kindern keine Kindheit mehr verschaffen können, kurzum: die Schulzeitverkürzung.
Gleich dem Fluch eines bösen Zaubrers (sprich: von der Wirtschaft kräftig gesponserten Politikern, die junge Menschen möglichst schnell der industriellen Verwurstung zuführen wollen) hat sich die Schulzeitverkürzung über das schöne Land Nordrhein-Westfalen gelegt und seinen Bewohnern die Hoffnung geraubt, je wieder im Kontext von Schule so etwas wie Glück erleben zu dürfen.
Doch nun ist unerwartet ein Märchen geschehen (also nicht nur ein Wunder, sondern gleich eine signifikant auffällige Häufung von Wundern), und es gilt landesweit laut zu verkünden: Hört, ihr Mutlosen und Verzweifelten! Der Fluch des mächtigen Zaubrers ist gebrochen! Das aus der Schule verbannte Glück ist in dieselbe zurückgekehrt! Schöner, größer und mächtiger als je zuvor kommt es in der strahlenden Gestalt eines Jünglings mit dem wohlklingenden Namen Vertiefungskurs in der Oberstufe!
Man verzeihe dem Autor dieser Zeilen die Begeisterung, aber er steht noch ganz unter dem zauberhaften Bann des Märchens, das soeben auf der Homepage des Schulministeriums erschienen ist Den Rest des Eintrags lesen »
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Skandal im bayerischen Schulministerium
24.2.2010 von NRW-Schulblog.
Wie die Süddeutsche Online heute berichtet, kracht es mal wieder im bayerischen Schulsystem. Nachdem unlängst G8-Schüler gegen den eigenen Schulstress und gleichzeitig die Schonung der “alten” G9-Schüler protestiert haben (wir werden getrieben, die werden gepampert!), kommt nun heraus, dass der bayerische Kultusminister Spaenle den Schulleitern Anweisungen erteilt hat, die G8-Schüler besser zu bewerten. Erlassmäßig hingetrickst hat er das mit einer Aufwertung der mündlichen Noten. Während bei den G9-Schülern die mündliche Note nur einfach, die schriftliche dagegen doppelt fürs Abi zählt, zählt bei den G8-Schülern die schriftliche Note ab sofort nur einfach. Darüber regt sich nun der Vorsitzende des Deutschen Lehrerverbandes Josef Kraus auf und auch Klaus Wenzel, der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), ist mir Kritik und Vorwürfen dabei.
Wir in NRW haben das besser hingekriegt. Um auch hier den Erfolg des G8-Murkses politisch feiern zu können, hat die Schulministerin beschlossen, dass ein Schüler (und natürlich auch eine Schülerin) dann das Abitur zwingend zu bestehen hat, wenn sie in die Sekundarstufe I aufgenommen wurde. Die ersten G8-Schüler, die bereits jetzt am Ende der Sekundarstufe I angekommen sind (Klasse 9), werden daher das Abitur 2013 nicht einfach nur bestehen, sondern mit einer bisher noch nie dagewesenen Bravour meistern!
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Spickmich vom NRW-Schulministerium: SEfU (Schüler als Experten für Unterricht)
6.2.2010 von NRW-Schulblog.
Seit Kurzem ist auf der Web-Seite des Schulministeriums ein Fragebogen für Lehrer und Schüler freigeschaltet, in dem Einschätzungen zum eigenen Unterricht angeklickt werden können. Das Schulministerium selbst erklärt es so: “SEfU ist ein Instrument zur Selbstevaluation des eigenen Unterrichts, das speziell für die Unterstützung der individuellen Unterrichtsentwicklung von Lehrerinnen und Lehrern konzipiert wurde. Es bietet der bzw. dem Lehrenden die Möglichkeit, sich ein Bild über den eigenen Unterricht zu schaffen, und zwar aus Sicht derer, für die er gestaltet wird: die Schüler.”
Die Evaluation erfolgt dann über z.B. folgende Kriterien: Sie/Er, gestaltet den Unterricht interessant, Unterrichtsergebnisse werden für mich verständlich zusammengefasst, Sie/Er lässt Gruppenarbeit zu usw. usf.Die Ähnlichkeit zu den Kriterien auf Spickmich ist verblüffend und liefert genau wie dort letztendlich nur allgemeine und daher komplett unscharfe Ergebnisse. Von einem von der Friedrich-Schiller-Universität Jena betreuten Projekt hätte man präzisere Kriterien erwarten können. Präziser wäre es z.B., wenn die Schüler ein umfangreiches Spektrum von Methoden anklicken könnten, die Unterricht interessant machen. Aus der Auswertung dieser Kriterien könnte der Unterrichtende dann genau ersehen, wie vielfältig seine Methoden sind und was sich die Lernenden vorrangig wünschen. Den Rest des Eintrags lesen »
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Rechnung mit 3 Kopfnoten
3.2.2010 von NRW-Schulblog.
Damit Lehrer über die Kopfnoten, die später als Fußnoten ausgedruckt werden, beraten können, gab es für die Schüler vor den Halbjahreszeugnissen einen Tag schulfrei, oder anders formuliert: Unterricht fiel für Notenkonferenzen einen Tag lang aus.
Machen wir nun eine kleine Rechnung auf. Nehmen wir an, dass jede Gesamtschule und jedes Gymnasium in NRW 4-zügig sind und eine Klasse am Kopfnotenkonferenztag 6 Stunden gehabt hätte.
Für die Sekundarstufe I. ergibt diese Rechnung 24 Klassen x 6 Stunden = 144 Stunden Unterrichtsausfall an einem Tag pro Schule.
Nun multiplizieren wir munter weiter:
220 Gesamtschulen x 144 Stunden = 31.680 Stunden
628 Gymnasien x 144 Stunden = 90.432 Stunden.
31.680 Stunden + 90.432 Stunden = 122.112 Stunden.
Nehmen wir jetzt mal an, dass in der Sekundarstufe II. an diesem Tag pauschal für beide Schulformen 30 Stunden ausgefallen sind.
220 Gesamtschulen x 30 = 6.600 Stunden
638 Gymnasien x 30 Stunden = 19.140
6.600 Stunden + 19.140 Stunden = 25.740 Stunden.
Und nun kommen wir zur Endrechnung:
122.112 Stunden Sek. I. + 25.740 Stunden Sek. II. = 147.852 Stunden Unterrichtsausfall.
Stellen wir uns zum Schluss einmal vor, diese unglaubliche Anzahl an Stunden wäre in die Bildung der Kinder investiert worden … (an dieser Stelle wird der geschätzte Leser sich selbst überlassen).
Apropos: Die gewaltige Stundenvernichtungsaktion, die sich Ende dieses Schuljahres im gleichen Ausmaß wiederholen wird, ist von der gleichen Frau genehmigt (oder besser: angeordnet) worden, die zu Beginn ihrer Amtszeit die Stammtische mit der Ankündigung erfreute: In NRW wird keine einzige Unterrichtsstunde mehr wegen Konferenzen ausfallen! Dafür werde ich sorgen!
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Qualität der Mittagessen an Ganztagsschulen
27.1.2010 von NRW-Schulblog.
Die verbraucherkritische Sendung “Markt” des WDR-Fernsehens hat in der Sendung vom 25.01.10 das Mittagessen an den von der CDU mit aller Macht angestoßenen Ganztagsschulen unter die Lupe genommen. Wie in diesem Blog aufgrund von Beobachtungen bereits festgestellt wurde, sind die fragwürdigen Gewinner der CDU-Schulaktion die Pizza- und Pommesbuden in Nähe der Schulen (bezogen auf ihre Umsätze!). Die von den Schulen organisierten Essen dagegen haben das Qualitätsurteil “ungenügend” bekommen. Die Ernährungswissenschaftlerin Professor Christel Rademacher von der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach, die sich seit Jahren mit der Frage beschäftigt, wie Schulen die Qualität der Schulessen garantieren können, stellte fest, dass die untersuchten Schulessen auf dem Niveau von Gasthausmahlzeiten rangieren, es fehlt vor allem an Gemüse und an Frische. Die Note Ungenügend gab es gleichfalls für die Preisgestaltung und noch einmal dafür, wie die Essen von der öffentlichen Hand ausgeschrieben werden (nämlich gar nicht!). Unsere Schulministerin, Barbara Sommer, scheint der Winterstarre verfallen zu sein: Die Bitte der Sendung “Markt”, die Ergebnisse zu kommentieren, begegnete das Schulministerium mit dem Kommentar: “Kein Kommentar!”
Den vollständigen Bericht (ca. 8 Minuten) kann man sich hier anschauen!
Und demnächst auf diesem Blog: “Alle kommen mit!” - was wirklich hinter der Aktion gegen das Sitzenbleiben steckt.
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Rückblick - Ausblick
6.1.2010 von NRW-Schulblog.
Eine merkwürdige Stille ist im Schulministerium eingekehrt - kaum noch hört man etwas von unserer Schulministerin Sommer, ihr Mitarbeiterstab scheint seit Oktober in den Winterschlaf gefallen zu sein. Das ist natürlich gewollt - all das Neue, das man sich hat einfallen lassen (oder das dadurch zustande gekommen ist, dass man sich gar nichts hat einfallen lassen) soll erstmal ausprobiert werden. Und dann gibt es ja noch die Wahlen im Mai 2010, da kommen Experimente eh nicht gut an.
Diese plötzliche Ruhe sollte einen aber nicht so weit einschläfern, dass man vergisst, was eigentlich alles in letzter Zeit passiert ist und welchen immensen Belastungen Lehrerinnen und Lehrer ausgesetzt waren. Der Tätigkeitsbericht des Personalrats an Gymnasien hat es dankenswerter Weise noch einmal in Erinnerung gerufen. Im Einzelnen waren es: Den Rest des Eintrags lesen »
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Barbara Sommer und die Schülerproteste gegen die Stressschule
23.11.2009 von NRW-Schulblog.
Das sagte Barbara Sommer im Telefoninterview WDR 5, 19.11.09 zu den Schülerprotesten: “Wir appellieren in diesem Zusammenhang auch an die Schulen: Denkt daran, liebe Kolleginnen und Kollegen aus der Schule, denkt daran, dass wir unsere Lehrpläne wirklich verschlankt haben, wir reden hier über Kompetenzen und Kompetenzen sind wichtig hier zu lernen, wie das Lernen geht und es geht sowieso nicht, dass wir alles Wissen, das in der Welt ist, nun in die Schule packen.” Den Rest des Eintrags lesen »
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Neue Studie zur Arbeitssituation von Lehrerinnen und Lehrern
2.11.2009 von NRW-Schulblog.
Die von Prof. Bauer an der Dortmunder Universität soeben veröffentlichte Studie zur Arbeitssituation von Lehrern zeigt ganz klar: bei jedem dritten Lehrer ist das Burn-Out-Syndrom nachweisbar. Die Studie nahm die Arbeit von über 1000 Lehrerinnen und Lehrern aller Schulformen unter die Lupe Den Rest des Eintrags lesen »
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Nicht miterlebter Amoklauf an Schule als Dienstunfall?
28.10.2009 von NRW-Schulblog.
Im Februar 2002 macht sich der ehemalige Schüler der Staatlichen Wirtschaftsschule in Freising Adam Labus schwer bewaffnet mit einer Maschinenpistole im Schulgebäude auf die Suche nach dem Lehrer S., den er aus Rache erschießen will. Er findet ihn nicht, denn S. liegt zu Hause mit einer Grippe im Bett. Den Rest des Eintrags lesen »
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Es gibt ein Leben nach dem Tod!
23.10.2009 von NRW-Schulblog.
Diejenigen, die täglich mit dem Tod zu tun haben, nämlich die Bestatter, haben es herausgefunden - es gibt tatsächlich ein Leben nach demselben! Allerdings sollte man sich nicht zu früh freuen, Den Rest des Eintrags lesen »
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Alle Gewinner des Literaturnobelpreises auf einen Blick
11.10.2009 von NRW-Schulblog.
Anlässlich der Verleihung des Nobelpreises für Literatur an die Schriftstellerin Herta Müller hier noch einmal für alle Deutsch-Pauker (und sonstige fachfremde Literaturliebhaber) alle Preisträger seit Ende des 2. Weltkrieges:
1946: Hermann Hesse, Deutschland
1947: Andre Gide, Frankreich Den Rest des Eintrags lesen »
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